Montagsmanna - Das Unterschätzte Geschenk Der Ruhe

 
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Subject: Montagsmanna - Das Unterschätzte Geschenk Der Ruhe
Date: October 14th 2018

MONTAGSMANNA
Den 8. Oktober 2018
Einundzwanzig Jahre im Dienst der internationalen Geschäfts- und Berufsgemeinschaften


Das Unterschätzte Geschenk Der Ruhe

Sergio Fortes

Kürzlich verbrachte ich einen ganzen Samstag zu Hause und tat... nichts. Ich hatte geplant, den schönen Park der kleinen brasilianischen Stadt, in der ich lebe, zu besuchen und inmitten der großen Bäume, Seen und Freiflächen, wo Familien Picknicks machen, spazieren zu gehen.

Aus irgendeinem Grund konnte ich nichts davon tun. Faulheit – oder geistige Apathie und Untätigkeit – hatte mich in den Griff bekommen. Ich las, schaute Fernsehen, aß etwas und schlief. Am Ende des Tages fühlte ich mich unwohl, fast schuldig. Ich konnte mir nicht helfen, aber ich empfand, ich hatte den Tag vergeudet.

Als ich darüber mit meiner Tochter sprach, die Psychologin ist, bot sie mir einen andere Perspektive: „Nein, Vater, die Ruhe ist eine Gabe Gottes. Empfange dieses Geschenk ohne Schuldgefühl und genieße es.“ Untätigkeit und Ruhe. Ein Geschenk Gottes?

Das erinnerte mich daran, dass die vorangegangene Woche heftig gewesen war, mit viel harter Arbeit und einigen Reisen. Danach brauchte ich eine Pause, eine Gelegenheit, neu Energie zu sammeln. Ich erinnerte mich auch daran, dass selbst Gott „...vollendete sein Werk und ruhte von seiner Arbeit aus.“ (1.Mose 2,1). Ich weiß nicht, warum Gott ruhen musste, doch die Bibel sagt ganz klar, dass er „ruhte“. So macht es Sinn, dass wir, die nach Gottes Bild geschaffen sind, auch nach getaner Arbeit jede Woche Zeit zum Ruhen haben sollten.

Einmal kehrten die Apostel von einer Dienstreise zu Jesus zurück. Als sie berichteten, erzählten sie von Tagen harter Arbeit und emotionaler Ermüdung. Sie hatten sich nicht einmal Zeit zum Essen genommen. Jesu Antwort auf ihre Müdigkeit gab ihnen eine wertvolle Lektion: „Kommt, wir ziehen uns an einen einsamen Ort zurück, wo ihr euch ausruhen könnt.“ (Markus 6,31).

Es wird eine Geschichte erzählt von dem Priester eines kleinen Dorfs, der nach Jahren harter Arbeit seiner Gemeinde am Sonntag mitteilte, dass er ein paar Tage frei nehmen wollte. Am Ausgang der Kirche sprachen ihn drei alte Schwestern an, die Einspruch erhoben: „Wie können Sie Urlaub nehmen? Wissen Sie, dass der Teufel nicht Urlaub hat?“

Der alte Priester erwiederte demütig und weise: „Deshalb brauche ich Urlaub; um nicht die Werke des Teufels zu tun.“

Die täglichen Herausforderungen des Berufs sind gigantisch. Wir können nicht immer die Ziele erreichen, die wir uns gesetzt haben. Die Ergebnisse sind manchmal unbedeutend; manchmal fühlen wir uns, als wenn wir nichts erreicht hätten. Als Folge davon meinen wir, wir hätten kein Recht auf Freizeit, weil es Arbeit gibt die getan werden muss.

Wir strafen uns unbewusst mit Programmen am Wochenende und frenetischen Tätigkeiten, alles mögliche – nur keine Ruhe. Keine Freizeit. Einige reden sogar von kreativer Freizeitgestaltung, vielleicht eine unbewusste Reaktion, die uns das Gefühl gibt, selbst in der Freizeit produktiv zu sein.

Doch gibt es keine Notwendigkeit zu solcher selbst zugefügten „Bestrafung“. Wie meine Tochter mir in Erinnerung brachte, Ruhe ist ein Geschenk Gottes. Nächstes Mal, wenn Sie ausruhen möchten, lassen Sie das Gefühl nicht zu, irgendetwas zu tun ist immer besser als nichts zu tun. Geben Sie sich die Erlaubnis, nichts zu tun – mit Freude und in vollkommenem Frieden, als Geschenk Gottes an Sie. „Ich selbst werde für meine Schafe sorgen und sie lagern (ruhen) lassen, spricht Gott, der Herr.“

 

Bis nächste Woche!


Copyright 2018, Sergio Fortes ist ein Berater für strategisches Management und Spezialist für Führungsverhalten. Er ist Mitglied von CBMC Brasilien. Übersetzer: Eleonore Kienitz Rempel.


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Fragen zur Betrachtung / Diskussion

 

1. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie Zeit zum Ausruhen nehmen, ohne irgendeine Verabredung? Fühlen Sie sich unwohl dabei, oder geniessen Sie die Ruhe?

2. Wie sieht eine sinnvolle Zeit der Ruhe für Sie aus?

3. Als der alte Priester erwähnte, er wollte ausruhen, „um nicht die Werke des Teufels zu tun“, was meinte er damit?

4. Wenn Sie erwägen, sich Zeit zur Ruhe zu nehmen, besonders nach einer anstrengenden Zeit, bemühen Sie sich jemals bewusst, Gott in diese Zeit mit einzubeziehen?

Wenn Sie noch andere Textstellen in der Bibel nachlesen möchten: 2.Mose 33,12-14; 1.Könige 19,3-9; Psalm 37,3-7.34; Jesaja 40,31; Matthäus 11,28..

 

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